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Was ist eine Bordeaux-Flasche?

Formen von Weinflaschen - was macht sie besonders?

Was ist eine Bordeaux-Flasche?

Formen verschiedener Weinflaschen

Weinflaschen gibt es in verschiedensten Formen. Vinoteqa zeigt sie im Überblick: Burgunder, Bordeaux, Schlegel oder Champagner. Was die Formen ausmacht und warum überhaupt Glas verwendet wird.

Die gängigen Formen

Weinflaschen gibt es sowohl in verschiedenen Größen als auch in verschiedenen Formen. Grundsätzlich lassen sich Weinflaschen in vier gängige Formen einteilen:

  • Burgunder Flasche
  • Bordeaux Flasche
  • Schlegelflasche
  • Champagner Flasche

All diese Flaschen sind in ihrer Form einzigartig und tragen dazu bei, einen Wein bestmöglich zu präsentieren. Doch warum wird dabei eigentlich Glas verwendet?

Für das Glas sprechen viele Fakten. Glas ist chemisch inert und reagiert nicht mit dem Wein. Somit bleibt der Wein in der Glasflasche unverändert, wodurch seine Reinheit und der Geschmack bewahrt werden. Das Glas schützt den Wein aber nicht nur von innen, sondern auch von außen. Durch das dunkle Glas, etwa bei Rotweinen, wird der Wein vor UV-Strahlen geschützt. Dieser Lichtschutz ist entscheidend, um Oxidation und andere unerwünschte chemische Reaktionen zu verhindern.

Auch visuell hat das Glas einiges zu bieten. Glasflaschen sind traditionell und ästhetisch ansprechend. Sie vermitteln ein Gefühl von Qualität und Luxus, was vor allem für die Vermarktung des Weines wichtig ist. Die transparente Natur des Glases ermöglicht es zudem, die Farbe und Klarheit des Weins zu zeigen. Ein entscheidendes Kriterium für viele Käufer.

Wie sehen die gängigsten Formen also aus?

Die Form einer Weinflasche hängt traditionell von der Region ab, in der der Wein hergestellt wird. Heute ist es schwierig, anhand der Flaschenform die Herkunft eines Weins zu ermitteln. Für die Flaschenform wurde kein Patent angemeldet, weshalb heute Weinflaschen mit französischen Rundungen weltweit verbreitet sind. Anhand der unten stehenden Grafiken sind die vier bekanntesten Flaschenformen dargestellt.

Die Geschichte hinter den Formen

Die Burgunder–Flasche

Burgundy Flasche - Barbaresco Gaja

Die Burgunder-Flasche ist bekannt für ihre bauchige, runde Form und die eher kurzen, sanft abgerundeten Schultern. Das Design geht auf das 19. Jahrhundert zurück - vermutlich, da die Flasche banal gesagt sehr einfach für die Glasbläser einfach herzustellen war.

Oft in dunklem Glas gehalten, bietet die Burgunderflasche einige Vorteile für die Weinlagerung. Die größere Oberfläche des Flaschenbodens sorgt dafür, dass weniger Luft in Kontakt mit dem Wein kommt, was besonders für empfindliche Weine von Vorteil ist. Allerdings benötigt diese Flaschenform aufgrund ihrer Größe vergleichsweise etwas mehr Platz in Weinkellern oder Regalen.

Beispielsweise werden die italienischen Barbaresco und Barolo aus der Nebbiolo-Traube in Burgunder-Flaschen gefüllt.

Die Bordeaux-Flasche

Bordeaux Flasche - Sassicaia

Die Bordeaux-Flasche zeichnet sich durch ihre schlanke, gerade Form und die markanten, hohen Schultern aus. Sie ist typischerweise aus grünem Glas gefertigt und bietet praktische Vorteile für die Weinlagerung. Das gerade Design ermöglicht eine effiziente Stapelung und Lagerung, was besonders in Weinkellern nützlich ist.

Es wird vermutet, dass die Bordeaux-Flasche damals in Frankreich entstanden ist, um sich von den Flaschen aus Burgund auch optisch zu unterscheiden. Beispielsweise werden heute die meisten Bordeaux-Rebsorten wie etwa Merlot und Cabernet Sauvignon in Bordeaux-Flaschen abgefüllt. Die Bordeaux-Flasche wird auch bei den bekannten italienischen “Supertuscans” verwendet. Mehr dazu hier.

Die Schlegelflasche

Schlegel Flasche - Riesling

Die Schlegelflasche hat eine langgestreckte, schlanke Form mit sanften Schultern und ist besonders typisch für Weine aus dem Rheingau und der Mosel in Deutschland. Mit der Zeit wurde die Flasche vor allem im restlichen Deutschland, aber auch der Schweiz und in Österreich verwendet.

Ihre elegante und traditionelle Form verleiht ihr ein besonderes Aussehen, das oft mit hochwertigen Rieslingen assoziiert wird. Die Schlegelflasche lässt sich gut lagern und stapeln - wohl auch einer der Hauptgründe, warum die Form überhaupt zustande kam.

Die Champagner-Flasche

Champagne Flasche - Veuve Cliquot

Die Champagner-Flasche ist eine spezielle Variante der Burgunder-Flasche, die sich durch einige wesentliche Merkmale unterscheidet. Sie ist deutlich dickerwandiger, um dem hohen Druck des Kohlendioxids standzuhalten, der bei der Flaschengärung entsteht. Diese robustere Bauweise schützt die Flasche vor dem Bersten und gewährleistet eine sichere Lagerung des Schaumweins.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist der nach innen gewölbte Boden. Diese Wölbung, ursprünglich durch das Glasblasen auf einem gedrehten Stab entstanden, hilft, den Druck gleichmäßig auf die Flanken der Flasche zu verteilen. Dadurch wird das Risiko eines Überdrucks reduziert und die Stabilität der Flasche erhöht. Zudem ermöglicht der Wölbungsbereich ein komfortableres Einschenken, da der Daumen dort Halt findet.

Schon gewusst? 

Bereits seit längerem gibt es neue Trends in der Abfüllung. Etwa füllen einzelne Hersteller ihre Weine in Dosen ab. So auch das Schweizer Unternehmen Wiihaa. Die Idee dahinter sei es, unabhängige und naturverbundene Schweizer Weingüter mit neuen Kunden zu verbinden. 

Wiihaa canned wine

Auf der Webseite wird folgendes geschrieben:

“Wer kennt es nicht: Unter der Woche gibt's mal ein gutes Abendessen - dazu will man aber nicht gleich eine ganze Flasche Wein öffnen. Oder das Wander-Picknick könnte man mit einem Schluck Wein einfach perfektionieren - die Flasche mitzuschleppen ist dann aber etwas zu viel Aufwand.

Wir möchten ermöglichen, gute Weine in kleiner Portionierung jederzeit und überall zu genießen."

Cheers 🍷